Maulhelden Tag 1 – Vom Wiedersehen und sich selbst neu entdecken

Okay, zugegeben, als wir den Text hier verfassen ist es Punkt 01:30 Uhr. Das mit dem Up-To-Date üben wir noch, aber schon an Tag eins haben wir so unfassbar viel erlebt. Damit ihr nicht verwirrt seid: wir fassen für euch einmal kompakt den Tag zusammen und gehen dann auf die Theaterstücke ein. Und hier kommt die Zusammenfassung vom Mittwoch:

Schon heute Mittag bei der Ankunft sagte Werner zu Marius: „Es ist wie nach Hause kommen“. Tatsächlich, zuletzt vor acht (in Zahlen: 8!!!) Jahren war Marius zuletzt in der Jugendherberge, und Werner noch zuletzt vor sechs Jahren. Wahnsinn! Und nichts hat sich verändert. Außer, dass wir allein sind, ohne Gruppe, aber das ist schnell vergessen. Man trifft alte Bekannte wieder und lernt sich schnell untereinander kennen. Wir werden schon fast nostalgisch: alles wie immer, Theatermenschen finden schnell zueinander.

Nach schnellem Einchecken, Auspacken (wir haben jeder ein Zimmer mit vier Betten, ja wie geil ist das denn!) und Frischmachen ging die Reise auch schon los. Erster Stopp: Goethe-Gymnasium. Obwohl, nein halt! Zunächst bekamen wir einen Jutebeutel mit diversen Leckereien und einigen Plänen von Düsseldorf, dazu ein rosa Armband. Das klingt alles unfassbar hipstermäßig, und wisst ihr was: ist es auch. Aber es ist Theater und das hat hier jeder und wenn jeder so rumläuft, dann ist das cool und macht Spaß!!!

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Doch zurück zum Goethe-Gymnasium. Nach einem kurzen „Hallo“ wurden wir dann in unsere Workshops entlassen. Schnell haben wir festgestellt, dass wir alt geworden sind. Die Spieler sind längst viel jünger als wir und man kann sich unter den Spielleitern schon so einige Anekdoten erzählen. Aber das macht das Festival so bunt, man trifft immer wieder alte Bekannte, aber auch neue Gesichter und so scheint es auch in diesem Jahr zu sein. Dann endlich im Workshop angekommen haben wir uns überraschen lassen, was uns erwartet.

Was sollen wir sagen? Theaterbegeisterte Menschen, die ebenso viel Bock hatten zu spielen, wie wir. Nach einer sehr ungewohnten Kennenlernrunde („Stellt Euch in einer Reihe auf, so wie ihr meinte wie alt eure Spieler sind, von alt nach jung“ oder „Ordnet die Reihe von A bis Z nach euren Vornamen“) ging es dann los – gut, es gab erst Kaffee, dann ging es los! Begonnen haben wir mit dem kürzesten Drama der Welt. Sechs kurze Sätze, die erst einmal sehr harmlos erscheinen, doch dann wurde es kompliziert. Einen einfachen Dialog („Dürfte ich mal?“ „Wie bitte?“ „Könnte ich mal?“… usw.) sollte man plötzlich als Tanzlehrer und Mädchen an einer Tankstelle spielen, beide sollten nervös sein. Und spätestens hier haben wir gemerkt, dass wir längst nicht mehr so spontan sind wie noch vor einigen Jahren.

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Den Workshop in voller Länge zu beschreiben würde den Rahmen sprengen. Zusammenfassend hat es richtig Bock gemacht, endlich mal wieder selbst etwas zu spielen, so lustig es war, aber das ist Theater. Und selbst wenn etwas nicht klappte, das Motto war: schöner scheitern. Fehler durften passieren, Hauptsache man sah gut dabei aus und hat die Situation souverän gelöst. Schade, dass dieser Teil des Workshops nur knapp drei Stunden dauerte. Wir nehmen aber in jedem Fall Übungen mit, an denen wir uns mit unseren Spielern die Zähne ausbeißen werden.

Dann ging es zu den FFT Kammerspielen. Die offizielle Eröffnung und das erste Theaterstück standen an. Da dieser Part sich nur mit dem Tag beschäftigt fassen wir die Eröffnung kurz zusammen: es wurden Reden gehalten (Oberbürgermeister Geisel und Schulministerin Löhrmann waren höchstpersönlich vor Ort!) und es gab ein Potpourri, sprich die Gruppen wurden dazu angehalten von anderen Gruppen Auszüge aus dem Stück auf ihre eigene Art zu interpretieren. Klingt komplizierter als es war. Vor allem war es sehr unterhaltsam.

Soweit der Tag in kurz. Wir sind unfassbar auf die nächsten Tage gespannt, es verspricht eine kreative, bekloppte, lustige, aber auch anregende Woche zu werden. Wir freuen uns wie die Schnitzel und werden Euch in jedem Falle weiter auf dem Laufenden halten. Jetzt ist’s 01:49 Uhr, wo der Text beendet wird, schnelle Nummer! Noch schnell hochladen und dann gönnen wir uns eine Runde Schönheitsschlaf, um 09:00 Uhr geht bereits der nächste Workshop los. Wat ein Stress, aber es lohnt sich.

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