Maulhelden Tag 2 – Workshops, Theater und Augenringe

Tag zwei der Maulhelden: wir sind bereits fertig mit der Welt. Das liegt aber weniger an dem Programm als an der Tatsache, dass wir nur knapp vier Stunden  geschlafen haben, was tut man nicht alles für die Kunst.

Fasst man Tag zwei in wenigen Worten zusammen, so gab es einen Workshop, eine Workshop-Präsentation und ein Theaterstück. Doch dazwischen passierte noch viel mehr, deshalb alles wie gewohnt: Eins nach dem Anderen.

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Irgendwo zwischen 06:30 Uhr und 07:00 Uhr klingelte der Wecker, es gab ein ausgiebiges Frühstück und dann ging es zum Workshop. Diesen in all seinen Details zu beschrieben wäre sicher zu viel. Dennoch wollen wir ein paar Worte verlieren. Geleitet wurde der heutige Workshop von Alexander Steindorf, einem Schauspieler am Düsseldorfer Schauspielhaus (oft auch am Jungen Schauspielhaus anzutreffen). Zugegeben: am Anfang hat er sehr, sehr, sehr viel geredet. Primär über das Stück des Jungen Schauspielhauses, welches wir am Samstag zu sehen bekommen. Der Hintergrund war sehr interessant, doch wie es mit Spielleitern so ist: die wollen ausprobieren und die Methodik dahinter verstehen. So wurde Simone, unsere Ansprechpartnerin für die Workshops, sehr kribbelig, als der Monolog kein Ende zu nehmen schien. Wie beschrieb sie es gestern so schön? „Lasst uns Dinge tun“, und genau darauf waren wir heiß.

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Dann haben wir bis zum Nachmittag Dinge getan, improvisiert, Texte geschrieben und vorgetragen. Alles in allem ein sehr interessanter Workshop mit viel neuem Input. Allerdings muss man dazu sagen, dass man schon die Differenzen zwischen einem Schauspieler und Theaterpädagogen/ Lehren/ Hobbytheatermachern gemerkt hat, zumindest in der Methodik wie man mit Texten und auch mit Entscheidungen umgehen soll.

Nach der Workshop-Präsentation dann war es soweit, es gab das erste Nachgefragt zum gestrigen Stück. Nein! Halt! Bei uns heißt das Nachgespielt und ja, es ist genau das was ihr denkt. Also nein, nicht so ganz. Lasst uns berichten!

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Gedanke ist, dass es einen 30-minütigen Praxis- und Theorieteil gibt. Der Theorieteil soll als gewohntes Nachgefragt ablaufen, in dem man dem Spielleiter Fragen stellen kann. Doch in den ersten 30 Minuten wird die Gruppe selbst aktiv. Aktiv heißt Bewegung, das wiederum brachte uns sehr zum Transpirieren, doch damit waren wir nicht allein. In einer sehr intensiven Phase stellten wir so die Walpurgisnacht der Interpretation von Goethes Faust des viktoriatheaters Essen nach. Intensiv deshalb, weil die Walpurgisnacht mit viel Körperkontakt (nein, nicht das was ihr denkt, auch wenn sich zwei Schultern berühren ist das bereits Körperkontakt!) inszeniert wurde. Und so stellten wir uns der Herausforderung auch diesen Körperkontakt zu suchen.

Dann ging es weiter zum Jungen Schauspielhaus. Nach einem kurzen Abendessen ging es in das nächste Stück (unser Eintrag dazu folgt). Und auch hier schloss sich ein Nachgespielt an. Dieses Mal bestand der Praxisteil daraus einen verwendeten Zeitungsartikel auf eigene Art- und Weise zu interpretieren und umzusetzen, aber nicht so wie er im gesehenen Stück umgesetzt wurde. Es ging übrigens um die (schon manische) Kontrolle der eigenen Kinder.

Für eine Tageszusammenfassung ist das sehr knackig, denn die Gespräche, die wir geführt haben, die Vorführungen, die wir gesehen haben und auch das was wir im Workshop erlebt haben, das würde mehrere Din A4 Seiten füllen, würden wir dies niederschreiben. Deshalb ersparen wir euch das – fürs Erste! Nun sind wir sehr auf Tag drei gespannt, erstmals gibt es keine Workshops mehr, dafür drei Theaterstücke, mal sehen was uns da erwartet.

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