Endlich Weihnachtsmärchenzeit – Premiere von „Die Schneekönigin“ am RLT Neuss

Ist denn schon wieder ein Jahr rum? Spekulatius, Dominosteine, Weihnachtstee und Co. verraten es uns bereits seit September: Weihnachten steht vor der Tür! Zeit also, dass die Theater der Republik wieder ihre Pforten für das alljährliche Weihnachtsmärchen öffnen. In diesem Jahr kredenzt das Rheinische Landestheater Neuss seinem Publikum Die Schneekönigin nach Hans Christian Andersen, in der Fassung von Hausautor Olivier Garofalo und Evelyn Nagel. Ein Festschmaus oder ein verbrannter Gänsebraten?! Endlich Weihnachtsmärchenzeit – Premiere von „Die Schneekönigin“ am RLT Neuss weiterlesen

Zum Lachen in die Kirche gehen – Sister Act in Tecklenburg

„Halleluja“ mag man schreien, wenn man an Sister Act und die wilde Geschichte um Deloris Van Cartier – ja genau, wie der Schmuck – denkt. Begeisterten Fans ist das Musical sicher längst bekannt, noch viel bekannter ist wohl die Komödie von 1992, in der Whoopi Goldberg die Hauptdarstellerin gibt und das Publikum mit ins katholische Kloster nimmt, in dem sie sich als Zeugin eines Mordes verstecken soll. Bester Stoff für einen erfolgreichen Musical-Abend, oder? Zum Lachen in die Kirche gehen – Sister Act in Tecklenburg weiterlesen

„Ich kann warten“ – Die alte Dame besucht Tecklenburg 

Geld regiert die Welt. Alter Spruch, steht auf jedem dritten Abreißkalender in irgendeiner ähnlichen Deklination. Und passender könnte man auch kein Leitmotiv finden für Friedrich Dürrenmatts Besuch der alten Dame aus dem Jahr 1956. Das, was Literaturwissenschaftler:innen als tragische Komödie bezeichnen, nennen Musikbegeisterte, vor allem im Jahr 2022 in Tecklenburg: Musical. Und wir setzen noch einen drauf und diagnostizieren dem Stück nicht aufhören wollende Spannung, eine gestochen scharfe Analyse des menschlichen Handelns und einhundert Prozent getroffene Töne und unter die Haut gehende Musik. Wie kommen wir zu dieser Diagnose? „Ich kann warten“ – Die alte Dame besucht Tecklenburg  weiterlesen

Dreiviertel Jedermann bei den Salzburger Festspielen

Wie schreibt man über ein Stück, dessen Ende man nicht gesehen hat, das unter recht widrigen Umständen gespielt wird und seit Jahrzehnten auf einem der schönsten Plätze in Salzburg aufgeführt wird und von dem der ehemalige Kanzler Österreichs Christian Kern findet, dass es nur ein Hype sei um ein Stück, das weniger Tiefgang hätte als ein Yoga-Kurs? Indem man seine ganz persönlichen Eindrücke nimmt und sie in diesen Text verpackt. Subjektive Sichtweise nicht ausgeschlossen, trotzdem der Versuch eine Kritik zu verfassen. Dreiviertel Jedermann bei den Salzburger Festspielen weiterlesen