Eindrucksvolle Einblicke in private Räume – Rooms von Rambert (UK)

Wieder einmal ist Wochenende, immer noch ist Corona, erneut fragt man sich: Was soll man machen? Das Tanz Köln, einer von vielen europäischen Kooperationspartnern, lockte mit einer interessanten Beschreibung der Gruppe Rambert aus England. Rooms heißt die Tanzperformance, die als „ambitionierter Tanztheaterfilm“ beworben wird. Doch wer Material vom Band erwartet, irrt, denn die Gruppe, unter der Regie des norwegischen Choreographen und Tänzers Jo Strømgren, performt live. Eindrucksvolle Einblicke in private Räume – Rooms von Rambert (UK) weiterlesen

Der Brückenpfeiler zwischen Theater und Film: Trafique

„Krise“, so soll das Max Frisch gesagt haben, „ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Es ist schon fast ein unheimlicher Zufall, dass wir ausgerechnet heute über dieses Zitat gestolpert sind, kurz nachdem wir unser Interview mit Anna Marienfeld und Björn Gabriel abgehalten hatten. Die beiden sind Gründer des bereits seit 2012 bestehenden freien Künstler:innenkollektivs Trafique aus Köln und Dortmund und haben sich einer Ästhetik verschrieben, die wie kaum eine andere Gruppe, den Zauber des Theaters mit den immensen Potenzialen der Digitalisierung zu verbinden weiß. So kreieren sie in ihren Performances durch Licht-, Sound- und Videoinstallationen, diskursive Texte und darstellendes Spiel eine Vielzahl an Elementen, wodurch, wie sie selbst schreiben, Stile wie Psychorealismus, Agitprop, Lichtkunstinstallation und performative Interaktion aufeinandertreffen.  Der Brückenpfeiler zwischen Theater und Film: Trafique weiterlesen

Blank Canvas – Wie entsteht Tanz digital?

Die darstellende Kunst ist der bildenden Kunst oder der Malerei doch in ihren Grundzügen eigentlich gar nicht so fern. Denn hier, sei es im Schauspiel, in der Performance oder auch im Tanz, gibt es diese fast schon pathetisch-beflügelte Redensart, die Darsteller:innen sollten zu Beginn ihrer Arbeit sein wie ein leeres Blatt Papier, eine leere, weiße, blanke Leinwand. Im Laufe des Probenprozesses füllt sich diese Leinwand, alle dürfen ihre Ideen draufpinseln. Am Ende wird das durch diesen Prozess entstandene Kunstwerk, finalisiert für das Publikum, ausgestellt, beklatscht und regt im Idealfall noch zu neuen Gedanken, Diskussionen und Inspiration an. Der Entstehungsprozess allerdings bleibt für die Augen der Zuschauer:innen ungesehen.  Blank Canvas – Wie entsteht Tanz digital? weiterlesen

Leichte Überdehnung bei Gintersdorfer/Klaßens „Gymnastik“ – Online-Premiere des Ballet of Difference am Schauspiel Köln

Es war wieder Zeit für das Ballet of Difference im Schauspiel Köln. Gymnastik – Stretching out to past and future dances heißt die von Gintersdorfer/Klaßen in Zusammenarbeit mit dem Ballet of Difference sowie Ordinateur, Alaingo und Hans Unstern erarbeitete Tanzperformance, die sich mit der Tanznation Deutschland seit der Weimarer Republik auseinandersetzt. Eine sehr spezielle Tanzperformance, die als digitales Format Premiere feierte. Ist dies gelungen? Leichte Überdehnung bei Gintersdorfer/Klaßens „Gymnastik“ – Online-Premiere des Ballet of Difference am Schauspiel Köln weiterlesen