Definitiv kein Humbug! – Deutsche Erstaufführung von Patrick Barlows „Eine Weihnachtsgeschichte“ am RLT Neuss

Weihnachten, eine Zeit der (Nächsten-)Liebe, des Schenkens, der Freude, Wärme, des guten Essens. Doch längst wissen wir, dass an Weihnachten in den Familien auch gerne gestritten wird, Familienmitglieder, die man sonst nie sieht, lassen sich wieder mal blicken, alte Geschichten werden aufgewärmt, die nervige Tante schaut wieder zu tief ins Glas und nach flaschenweise Sekt oder Eierlikör lallt man sich fröhlich die Wahrheit ins Gesicht. „Humbug“ urteilt deshalb Ebenezer Scrooge… Definitiv kein Humbug! – Deutsche Erstaufführung von Patrick Barlows „Eine Weihnachtsgeschichte“ am RLT Neuss weiterlesen

Talking’ Bout a revolution – Der Hannibal Komplex

Beitragsbild: Klaudius DziukText: Marius Panitz (marius.panitz@theaterwg.de) Am 2. Februar 2020 besprachen wir das erste Stück, das wir vom nö-Theater gesehen haben, Francos Hermannsschlacht. Hierbei begeisterte uns der Stil des Kollektivs, die dem Schauspiel vorangehenden intensiven Recherchen über politisch und gesellschaftlich äußerst brenzlige Themen sowie die Art, wie das Schauspiel uns Zuschauer:innen packt und mit der Nase durch alle Rechercheergebnisse zieht und dabei nie den Humor … Talking’ Bout a revolution – Der Hannibal Komplex weiterlesen

no corona, no cry – Die Geschichte vermeintlicher Freiheitskämpfer:innen

Endlich wieder Theater! Nach monatelangen Pausen wegen coronabedingter Schließungen, dürfen wir nun endlich wieder in die Theatersäle der Republik und das tun, was uns so lange verwehrt blieb: eintauchen in Geschichten, in Bilder, in Emotionen und Gedanken, erzeugt durch dieses zauberhafte Handwerk, was die Menschen auf und hinter der Bühne uns präsentieren.  no corona, no cry – Die Geschichte vermeintlicher Freiheitskämpfer:innen weiterlesen

Der Brückenpfeiler zwischen Theater und Film: Trafique

„Krise“, so soll das Max Frisch gesagt haben, „ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Es ist schon fast ein unheimlicher Zufall, dass wir ausgerechnet heute über dieses Zitat gestolpert sind, kurz nachdem wir unser Interview mit Anna Marienfeld und Björn Gabriel abgehalten hatten. Die beiden sind Gründer des bereits seit 2012 bestehenden freien Künstler:innenkollektivs Trafique aus Köln und Dortmund und haben sich einer Ästhetik verschrieben, die wie kaum eine andere Gruppe, den Zauber des Theaters mit den immensen Potenzialen der Digitalisierung zu verbinden weiß. So kreieren sie in ihren Performances durch Licht-, Sound- und Videoinstallationen, diskursive Texte und darstellendes Spiel eine Vielzahl an Elementen, wodurch, wie sie selbst schreiben, Stile wie Psychorealismus, Agitprop, Lichtkunstinstallation und performative Interaktion aufeinandertreffen.  Der Brückenpfeiler zwischen Theater und Film: Trafique weiterlesen